Kreativer Impuls 11. Dezember 2018

  

Heute möchte ich Euch einen Text über die Hoffnung schenken, verbunden mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für eine gemütliche, gechillte und hoffnungsvolle Adventszeit und die Rauhnächte.

 

Der folgendeText ist aus dem wunderschönen, die Seele streichelnden Adventkalender "Der andere Advent", der mir seit Jahren den Advent versüßt.

 

Die Hoffnung kann lesen

 

Wie kann man hoffen?Im Augenblick wird die Frage nach der Hoffnung an vielen Orten gestellt. Sie irritiert mich, denn sie wird oft lamentös und vor jedes Handeln gestellt. Erst will man in der Aussicht versichert sein, dass alles gut geht, allenfalls dann wird man handeln und seinen Teil zum guten Ausgang beitragen. Vielleicht sollten wir die Frage nach dem guten Ausgang vergessen, denn sie ist nicht beantwortbar...Vielleicht heiß Hoffnung gar nicht der Glaube an den guten Ausgang der Welt und an die Vermeidung ihrer Zerstörung. Es garantiert uns keiner, dass das Leben auf der Erde in absehbarer Zeit nicht kollabiert... Aber wir können tun, als hofften wir. Hoffen lernt man dadurch, dass man handelt, als sei Rettung möglich.Hoffnung garantiert keinen guten Ausgang der Dinge. Hoffen heißt darauf vertrauen, dass es sinnvoll ist, was wir tun. Hoffnung ist der Widerstand gegen Resignation, Mutlosigkeit und Zynismus.

Die Hoffnung kann lesen. Sie vermutet in den kleinen Vorzeichen das ganze Gelingen. Sie stellt nicht nur fest, was ist. Sie ist eine wundervolle untreue Buchhalterin, die die Bilanzen fälscht und einen guten Ausgang des Lebens behauptet, wo dieser noch nicht abzusehen ist.Sie ist vielleicht die stärkste der Tugenden, weil in ihr die Liebe wohnt, die nichts aufgibt, und der Glaube, der den Tag schon in der Morgenröte sieht.

 

Fulbert Steffensky

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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